Jul 09

Dachdeckung mit Schiefer

Dachdeckung Schiefer

© panthermedia.net Tobias Ott

Schon aus der Ferne sieht man sie unverkennbar – die grauen Dächer, die mit Schiefer gedeckt werden. In manchen Regionen, wie z. B. dem Thüringer Schiefergebirge sind Dächer ganzer Ortschaften Ton in Ton mit Schiefer gedeckt. Schiefer passt an moderne Fassaden ebenso wie auf traditionelle Fachwerkhäuser. Mit einer Schieferdeckung bezeichnet man das Decken des Dachs oder einer Fassade mit Schiefer. Der Schiefer wird auf eine Unterlage aufgebracht, im allgemeinen aus Holz. Befestigt werden sie mit  feuerverzinkten, geschlagenen bzw. geschmiedeten Schiefernägeln, Edelstahlschraubstiften oder Kupfernägeln.

Zur Historie der Dachdeckung mit Schiefer

Schon in der Steinzeit wurden Häuser mit Schiefer belegt. Die ersten Schieferdächer mit nachweisbaren Verlegeregeln gab es im römischen Reich. Im Rhein- oder Moselgebiet gibt es heute noch Dächer, die von dieser Zeit zeugen. Die Hochzeit erlebte die Schieferdeckung im Mittelalter, wovon noch zahlreiche alte Burgen und Schlösser Zeugnis abgeben. In der Neuzeit ging es mit die Verwendung von Schiefer erst einmal zurück und Industrieprodukte waren. In den 80er Jahren erlebte die Dachdeckung mit Schiefer einen neuen Aufschwung. Dies geschah im Zuge der naturnahen Bebauung. Neue Arten der Dachdeckung, die kostengünstiger waren, wurden entwickelt und brachten das Gewerbe weiter voran.

Einige Arten der Dachdeckung

Die “Altdeutsche Deckung” ist eine der aufwendigsten Arten der Deckung und die Königsdisziplin. Am First werden die kleinsten und an der Traufe die größten Schiefer verlegt. Dadurch wirkt das Haus größer und schöner. Die “wilde Deckung” ist eine der kompliziertesten Deckarten, weil der Dachdecker den “rohen” Schiefer erst auf der Baustelle zurichtet nach Art des zu deckenden Hauses. Diese Deckart verlangt außergewöhnliches handwerkliches Geschick. Die “Schuppendeckung” ist der “Altdeutschen Deckung” ähnlich, nur dass gleichgroße Schiefer verwendet werden. Die “Universaldeckung” ist die preisgünstigste Deckart. Sie verwendet einen einen abgerundeten Schiefer, der überall auf dem Dach einsetzbar ist. “Rechteck-Deckungen” sind vor allem für Fassaden geeigent, da das Rechteck da die schönste Form darstellt.

 

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